Fiber Potential Analyzer

Messung des Zetapotentials von Fasersuspensionen


Die Oberflächenladungen von Fasern, Füllstoffen, Partikeln und kolloidal gelösten Stoffen in Suspensionen werden durch das Zetapotential ihrer Oberflächen definiert. Die Aufteilung der Ladungen in Stoff-Suspensionen erfolgt in kolloidal gelöste- und Partikel Ladungen, die mit dem CAS Charge Analyzing System erfasst werden und in Ladungen auf Fasern und Füllstoffen, die mit dem FPA Fiber Potential Analyzer gemessen werden. Diese beiden Ladungsniveaus definieren gemeinsam das gesamte Zetapotential von Stoffsuspensionen.
Das Wissen um die Faserladungen bildet den Schlüssel für die optimale Zugabe von chemischen Hilfsstoffen, die an den Fasern angelagert werden sollen. Die meist negativ (anionisch) geladenen Fasern adsorbieren die positiven (kationisch) geladenen Additive beim Papierherstellungsprozess. Die optimale Zudosierung der Hilfsmittel hängt immer vom Zetapotential der Stoffsuspension ab.

Das FPA bestimmt das Zetapotential von Fasern in Übereinstimmung mit der Helmholtz-Smoluchowski-Gleichung über die gleichzeitige Messung der Leitfähigkeit, des Druckes und des Strömungspotentials. Das Messprinzip beruht auf der Strömungspotential-Messmethode in einem Faserpfropfen. Dieser Faserpfropfen bildet sich automatisch mittels eines Vakuums an der Siebelektrode der Messzelle des FPA. Durch regelmäßige Veränderungen des Vakuums im Verlauf der Messung bewegt sich die an den Fasern adsorbierte Ladungswolke mit dem Flüssigkeitsstrom. Das dadurch erzeugte Strömungspotential wird über die Sieb- und Ringelektrode gemessen.
Das Wissen über die Höhe der Faserladung ermöglicht eine exakte und effektive Dosierung der chemischen Additive. Die Adsorption von Stärke auf Faser, die Effektivität von Nassfestmitteln und das Adsorptionsverhalten vieler anderer chemischen Hilfsstoffe kann einfach in der Originalprobe gemessen werden. Mit den Messergebnissen kann die Zugabe von Chemikalien im Bereich des Wet-End des Papierherstellungs-Prozess optimiert werden.


 

FPA

Technische Daten:

Power Supply:  100-240 VAC, 50/60 Hz, 40 W  
Gewicht:  ca. 15 kg  
Geräteabmessungen:  330 x 350 x 245 mm (BxHxT)  
Verfügbare Elektroden-Siebe:   30-315 micrometer  
   
Probenanforderungen   
Minimales Proben Volumen:   400-800 ml  
   
Analytische Ergebnisse   
Zeta Potential:   Auflösung: 0.1 mV  
pH:   Auflösung: 0,01 pH
Meßbereich: pH 0 - 14  


Zubehör:

Messzelle, Becher, temperaturkompensierte pH-Elektrode, PC Software, USB-Flash-Karten-Leser, Anschlußkabel, RS232 Kabel

Ausstattung:

Menügeführter, vollautomatischer Messvorgang
Einfache Bedienung, robustes Design, hohe Messgenauigkeit und Reproduzierbarkeit
Keine voluminöse und laute Vakuumpumpe
Keine manuelle Einstellung der Druckkontrolle: Der Druck wird automatisch über die mikrocontroller gesteuerte Elektronik geregelt
Integrierte pH-Wert Messung
Einfach transportierbar: Nur ein Gerät mit geringem Gewicht, Transportkoffer mit Rollen
Automatische, menügesteuerte Reinigung des Systems
Automatischer Pfropfenauswurf nach der Messung
Einfaches Zurückpumpen des Filtrats
Alle Komponenten (Messelektronik, Mikrocontroller, Kontrollsysteme) entsprechen den neuesten technologischen Standards
Überwachung und Verarbeitung der Messdaten über modernen Mikrocontroller
Keine externen Verbindungskabel für die Elektroden – dadurch keine Bedienungsfehler
Direkte Datenübermittlung und -auswertung auf einen PC
Sehr leistungsfähige PC-Software für die Datenübertragung, die
Ergebnisdarstellung, Datenauswertung und -speicherung
Datenwiedergabe via Display oder integriertem Drucker
Datenspeicherung auf wechselbarem Speicher (CF-Card) im Gerät
Darstellung von Trends sind möglich
Wassergeschützte, integrierte Vakuumpumpe: Keine Zerstörung der Pumpe durch Eindringen von Filtrat


Hier können Sie sich das Produkt-Prospekt herunterladen:
fpaprospektdeu.pdf [346 KB]